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Spielbericht 17.04.2017

Preussen-Niederlage im Nachholespiel nach gutem Beginn
 
Im mit Spannung erwarteten Derby gegen den Müllroser SV mussten die Beeskower Preussen am Ostermontag nach einer 2:1-Führung zur Pause dann noch wie im Hinspiel eine 5:2-Niederlage hinnehmen.

Um es vorwegzunehmen, Schuld allein hatte die Mannschaft selbst, der Gastgeber nutzte seine Torchancen einfach besser. Es hätte dennoch nicht besser beginnen können für die Kreisstädter. Bereits in der 2. Spielminute stand es 1:0, Torschütze war Rene Margraff. Nach einer Ecke von David Stark köpfte er unhaltbar für Torhüter Stefan Ammer ein. Von Anfang an sah man beiden Mannschaften an, dass hier keinem etwas geschenkt wird. Der sehr robusten Spielweise des Gastgebers versuchten die Preussen mit ihren eigenen Mitteln entgegen zu wirken. Dann in der 7. Minute das erste Achtungszeichen der Müllroser. Dustin Berger trifft aus rund 20 Metern das Gebälk des Noppe-Gehäuses. Im Gegenzug köpft Justin Wende nach einem Stark-Freistoß Torwart Ammer in die Arme (8.). Plötzlich aus dem Gewühl heraus fällt das etwas glückliche 1:1 für Müllrose. Die Preussen bekommen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Max Herrmann ist da und schießt ein (13.). Kurz danach geht Christopher Krüger über links. Seine Eingabe verfehlt Max Herrmann am langen Pfosten nur knapp (14.). In der 15. Spielminute dann ein herber Rückschlag für die Gäste. Justin Wende verletzt sich im Zweikampf so schwer, dass er mit dem Krankenwagen ins Markendorfer Klinikum gebracht werden musste. Eine genaue Diagnose ist noch nicht erfolgt, trotzdem gute Genesungswünsche von beiden Mannschaften. Erst mit 11-minütiger Unterbrechung konnte das Spiel fortgesetzt werden. Trotz des zeitigen Wechsels ließ sich die Preussen-Truppe die Schwächung vorerst nicht anmerken. Michel Rühr spielt auf Max Rosengart, seinen Schuss aus Halblinks entschärft Ammer mit Faustparade (32.). Im Weiterlaufen wird Rosengart im Strafraum vom Gegner zu Fall gebracht, doch Schiedsrichter Christian Ballin aus Seelow zeigt sofort auf „Weiterspielen“. Es folgten heiße Diskussionen am Spielfeldrand. Die Preussen bestimmen vorerst weiter das Spiel, wurden dabei oft erst durch eine harte Gangart des Gegners gestört. Hier hätte das Schiedsrichter-Gespann sicherlich früher und konsequenter durchgreifen müssen. In dieser Phase vergaß das Pröschild-Team dann das Toreschießen. Nach 39 Minuten spielt Eric Melchert auf Rene Margraff, seinen sofortigen Schuss pariert Stefan Ammer jedoch großartig. Fast im Gegenzug dann eine Klasse-Parade von Max Noppe gegen Max Herrmann, der frei durch ist (41.). Schon in der langen Nachspielzeit der 1. Halbzeit geht erneut Max Rosengart über die linke Aussenbahn, passt dann zu David Stark in die Mitte, der die Kugel freistehend über den Kasten drischt (45+3.). Die Beeskower Mannschaft belohnt sich dennoch vor der Pause. Im ersten Versuch pariert Stefan Ammer abermals großartig gegen Rosengart. Der Ball wird jedoch nochmals in die Gefahrenzone gebracht Rene Margraff ist erneut zur Stelle und trifft – 2:1 (45+7.). Mit diesem Resultat werden in einem kampfbetonten Spiel die Seiten gewechselt.

Die erste Möglichkeit nach der Pause haben dann erneut die Gäste. Max Rosengart spielt im gegnerischen Strafraum auf David Stark. Letzterem springt der Ball aber etwas zu weit vom Fuß, so dass Stefan Ammer entschärfen kann. Hier wäre ein sofortiger Abschluss sicherlich angebrachter gewesen (48.). Dann die 53. Minute, kurz vor dem Beeskower Strafraum behindern sich zwei Preussen gegenseitig, vertändeln dadurch den Ball, Max Herrmann ist der Nutznießer und schlägt eiskalt zu – 2:2-Ausgleich. Das Derby gewinnt jetzt noch mehr an Fahrt und es wird schwierig für den Referee, die Übersicht zu behalten. Viele Emotionen werden auch vom Spielfeldrand reingetragen. Ein klares Nachtreten gegen David Stark, der an seinem Gegenspieler vorbei ist, wird vom Schiedsrichter jetzt übersehen. In der 60. Minute kann Max Noppe bei einem Fernschuss von Paul Herrmann noch parieren. Wenig später geraten die Preussen dann doch noch auf die Verliererstraße. In kurzen Abständen erhöhen Christopher Krüger und zweimal Paul Herrmann auf den 5:2-Endstand für Müllrose, wobei das letzte Tor aus stark abseitsverdächtiger Position fiel.

Dieter Hartung Präsident Müllroser SV: „In einem sehr emotionsgeladenen Spiel hat die Müllroser Mannschaft ihre Chancen konsequenter genutzt. Ich denke der Sieg geht dadurch in Ordnung. Das Schiedsrichter-Team übersah allerdings viele versteckte Fouls und hätte von Anfang an konsequenter durchgreifen müssen.“

Martin Pröschild Trainer Beeskow: „Wir haben es versäumt nach dem 2:1 weiter nachzulegen. Zum Schluss merkte man meiner Mannschaft an, dass es das zweite Spiel innerhalb kurzer Zeit ist. Das Schiedsrichter-Team hatte diesmal nicht seinen besten Tag. Trotz alledem wird die Mannschaft wieder aufstehen.“

Müllrose: Ammer, Karge, Berg, Krüger, Kirchhoff, Sellin (77. Rudolph), Koch,
Ponta (86. Schlesinger), P. Herrmann (83. Heinze), Berger, M. Herrmann,

Beeskow: Noppe, Melchert, Scholz, Krabe, Röhle, Margraff, D. Stark (80. Michaelis),
Wende (26. N. Unglaube), Rühr, Zillmann, Rosengart,

Torfolge: 0:1 (2.) Margraff, 1:1 (13.) M. Herrmann, 1:2 (45+7.) Margraff,
2:2 (53.) M. Herrmann, 3:2 (63.) Krüger, 4:2 (66.) P. Herrmann, 5:2 (77.) P. Herrmann,

Schiedsrichter: Christian Ballin (Seelow)

Zuschauer: 127