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Spielbericht 13.05.2017

Nach früher Führung den Heimerfolg erst spät gerettet
 
Nach einer frühen 2:0-Führung gegen die Reserve des FSV Luckenwalde konnten die Beeskower Preussen am Sonnabend im SFZ erst aufgrund einer etwas besseren zweiten Spielhälfte die Punkte in der Schlussphase noch retten. Uwe Borrasch stellte den Sieg in der 77. Spielminute mit einem sehr schön getretenen Freistoß aus rund 20 Metern sicher.

Vor der Rekordkulisse von 1.264 Zuschauern, die anlässlich des alljährlichen Preussen-Familientages den Weg ins Beeskower SFZ fanden, begann das Team von Martin Pröschild rigoros. Uwe Borrasch erzielte bereits in der 3. Spielminute das 1:0 für die Beeskower Mannschaft. Mit links zog er von der Strafraumgrenze ab und der Ball schlug im rechten unteren Eck ein. Nur wenig später rutscht FSV-Keeper David Bölter bei einer Rückgabe weg, lässt den Ball durch die Beine und der Weg ist somit frei für Max Rosengart, der nur noch ins leere Tor schieben muss -2:0 (6.). Auf der anderen Seite sind die spielstarken Gäste aber auch stets gefährlich. Eine Rückgabe von Jan Scholz ist auf dem doch etwas zu langem Rasen zu kurz, Anzor Musaev erläuft sich den Ball und Max Noppe kann mit einer tollen Parade den Anschlusstreffer gerade noch verhindern (8.). Zwei Minuten später fällt dieser dann doch. Beim Abwehrversuch rutscht Rene Krabe weg, Tobias Tietz schnappt sich das Leder und lässt dem Preussen-Keeper keine Abwehrchance – 2:1 (10.). Die Heim-Elf verliert jetzt gänzlich den Spielfaden. Man findet kein Mittel, um die von nun an aufspielenden Gäste aus Luckenwalde aus dem Rhythmus zu bringen. Folgerichtig kann der Gegner in der 35. Minute nicht unverdient zum 2:2 ausgleichen. Bei einem Angriff über die rechte Seite lässt sich die Preussen-Abwehr zu leicht ausspielen, kann nicht mehr resolut genug klären und erneut heißt der Torschütze Tobias Tietz, der die Sache im Alleingang macht. Bis zur Halbzeitpause läuft bei den Preussen dann so gut wie gar nichts mehr. Ohne jeglichen Einsatz werden die meisten Zweikämpfe verloren, Siegeswille sieht anders aus. So werden beim Stand von 2:2 die Seiten gewechselt.

Das Ganze ändert sich dann nach der heftigen Pausenansprache des Trainers. Die erste Chance hat Max Rosengart gleich in der 48. Minute. Aus der Drehung zieht er aus spitzem Winkel ab und David Bölter kann den Ball gerade noch mit einer Hand über das Gebälk lenken. Ebenso muss Max Noppe in der 65. Minute auf der Gegenseite einen Schuss von der Strafraumgrenze großartig parieren. Dann aber wieder die Beeskower Mannschaft. Der eingewechselte Julius Unglaube flankt von der rechten Seite und der Schuss von David Stark verfehlt nur ganz knapp das Ziel (70.). Kurz danach gibt es Freistoß für Beeskow in zentraler Position. Uwe Borrasch legt sich den Ball zurecht und zirkelt das Spielgerät um die Mauer genau in den Dreiangel. Der Gäste-Keeper hat hier keine Abwehrchance – 3:2 (77.). Mit einer Energie-Leistung verteidigen die Hausherren jetzt den knappen Vorsprung und erspielen sich weitere Möglichkeiten. Ein Stark-Kopfball geht knapp am Pfosten vorbei (78.) und einen Freistoß fast von der Grundlinie, ebenfalls von David Stark getreten, pariert Bölter (85.). Auch in der Schlussphase sind die Gäste noch gefährlich. So verzieht Rene Hasche in der 86. Spielminute nur ganz knapp. Die letzte Möglichkeit ist jedoch auf Preussen-Seite, David Stark verzieht in der 90. Minute aber ebenso. So bleibt es beim hart erkämpften 3:2-Erfolg des Gastgebers, der erst aufgrund der Steigerung im zweiten Abschnitt zustande kam.

Preussen-Trainer Martin Pröschild: „Nachdem wir die klare Führung verspielt hatten und von der Mannschaft nichts mehr kam, musste ich in der Kabine diesmal etwas lauter werden. Die Reaktion der Mannschaft war dann in der zweiten Halbzeit unverkennbar, sie hat sich dann auch selbst belohnt.“

Ronny Karcher FSV-Trainer: „Schade, ein Unentschieden hätten wir verdient gehabt.
Es zählen aber nur Tore.“

Beeskow: Noppe, B. Sieczka, Melchert, Scholz, S. Lehmann (89. Michaelis), Borrasch,
Krabe, Gottschall (60. J. Unglaube), Röhle, D. Stark, Rosengart (83. N. Unglaube),

Luckenwalde: Bölter, Hahlweg, Kette, Krenz, Marx, Friedrich, Bamberg (81. Abudo),
Voigt (87. Hildebrandt), Musaev, Tietz, Hasche,

Torfolge: 1:0 (3.) Borrasch, 2:0 (6.) Rosengart, 2:1 (10.) Tietz,
2:2 (35.) Tietz, 3:2 (77.) Borrasch,

Schiedsrichter: Benjamin Bulmahn (Wildau)

Zuschauer: 1.264